25.09.2003 › Grüne zu Besuch in Berlin

 

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Elbe-Jeetzel-Zeitung v. 25.09.2003
In Stasi-Zentrale - Grünen-Mitglieder zu Gast in Berlin

as Lüchow. Mitglieder des Grünen-Kreisverbandes aus Lüchow-Dannenberg waren kürzlich einer Einladung von Marianne Tritz (Grünen-MdB) nach Berlin gefolgt. Dort gab es ein interessantes Programm.

Per Bus ging es in Berlin unter Reiseleitung eines Vertreters des Bundespresseamtes auf eine Stadtrundfahrt durch Berlin, vorbei beispielsweise am "Gleis 17", von wo aus die Berliner Juden ab 1933 in KZs deportiert wurden, und am Berliner Abgeordnetenhaus. Am Abend berichtete Tritz von ihrer Arbeit. Auf die Frage, warum Tritz nicht den Ausschuss für Umwelt und Reaktorsicherheit gewählt habe, antwortete sie: "da haben schon so viele ein Anrecht gehabt, weil sie länger dabei sind." Außen- und Verteidigungspolitik habe sie schon immer interessiert.

Tags darauf führte die Tochter des verstorbenen DDR-Regimekritikers Robert Havemann, die Gruppe durch die ehemalige Stasi-Zentrale. Die junge Frau berichtete, dass es über ihre Familie dreihundert Stasi-Aktenordner gebe und das die Straße, in der sie aufgewachsen war, acht Jahre von der Volkspolizei wegen des Hausarrestes ihres Vaters hermetisch abgeriegelt worden sei. Nachbarn und Freunde seien ausspioniert worden. Dass ehemalige Parteifunktionäre, ihren militärischen Rängen entsprechend, hohe Pensionen beziehen, werde von Havemann kritisch bewertet.

Danach nahm die Besuchergruppe an einer Plenarsitzung des Bundestages teil, in der die Debatte zwischen Joschka Fischer und Wolfgang Schäuble verfolgt wurde. Nach einem Fototermin vor dem Reichstag und dem Besuch der Glaskuppel ging es dann wieder Richtung Wendland.





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