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11.08.2004 › Zukunft der Bäder in den Kommunen |
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Der Bund der Steuerzahler (BdSt) sorgt sich um die Defizite in Lüchow-Dannenberger Freibädern. Seine Äußerungen legen nahe, dass sie als Schuldenquelle der öffentlichen Haushalte geschlossen werden müssten. Wie immer, gibt der BdSt seine Position als die der gesellschaftlichen und finanziellen Vernunft aus.
Aber eigentlich ist schon der Name des BdSt falsch. Es müsste heißen: Bund einiger Steuerzahler, in der Regel der Besserverdienenden. Das heißt, der BdSt ist eine Interessenvertretung, nicht das Orakel der gesellschaftlichen Weisheit. So muss man seine Äußerungen denn auch verstehen.
Möglich, dass für Besserverdienende das örtliche Freibad keine Attraktivität hat. Für viele andere Menschen schon. Freibäder, wie andere öffentliche Einrichtungen, sind eine Errungenschaft, die sich die Gesellschaft leistet. Wie viel davon sie sich leisten kann, darüber ist zu diskutieren. Sie lediglich an der kommerziellen Elle zu messen und bei Defizit zu schließen, wäre ein Rückschritt.
Wenn jede Zuckung des Gemeinwesens nur noch unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten betrachtet würde, wäre das der Anfang vom Ende eben dieses Gemeinwesens. Nicht alles, was wir uns bisher leisteten, können wir uns weiter leisten. Aber nicht alles, was einen Zuschuss braucht, darf deshalb geschlossen werden. Auf das, was wir uns dann noch leisten, sollten wir als Gesellschaft stolz sein.
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