26.06.2004 › Haftumstände von Kindern im Irak aufklären

 

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PM-NR. 524 der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen

Zu den neuesten Presseberichten über die Inhaftierung von Kindern und Jugendlichen in irakischen Militärgefängnissen erklärt Marianne Tritz, Mitglied im Auswärtigen Ausschuss:

Ein Ende der unglaublichen Nachrichten aus den amerikanischen Militärgefängnissen im Irak ist nicht in Sicht. Es häufen sich Berichte, dass die Koalitionstruppen Minderjährige in Gefängnissen halten. Das Komitee des Roten Kreuzes spricht von mehr als 100 Kindern und Jugendlichen, die ohne Kontakt zu ihren Familien und juristischen Beistand eingesperrt sind. Der Zugang zu diesen Kindern ist bisher sogar der UNICEF untersagt. Wir wissen daher nicht, wer diese Kinder sind, warum sie inhaftiert wurden, wie lange sie schon im Gefängnis sind und ob sie misshandelt oder gefoltert wurden.

Wir fordern die Regierungen der USA und Großbritanniens auf, sich umgehend zu diesen Vorwürfen zu äußern und unabhängigen Inspektoren Zugang zu den inhaftierten Kindern und Jugendlichen zu gestatten. Vorwürfen über Misshandlungen und Folter muss unverzüglich nachgegangen werden und die Verantwortlichen in allen Rängen müssen zur Rechenschaft gezogen werden.



















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