01.07.2004 › Strom- und Gaspreiserhöhung

 

    zurück | Home | drucken


Leserbrief an die Elbe-Jeetzel-Zeitung

Strom und Erdgas werden teuerer, teilt die Avacon mit. Es ist die zweite Preiserhöhung in diesem Jahr. Lediglich die Begründungen ändern sich. Früher hieß es, Ökosteuer und Erneuerbare Energien sind schuld. Das fällt nach den letzten Preiserhöhungen für Erdöl schwerer. Denn die weit überwiegende Meinung von Experten sieht darin einen Hinweis auf die Notwendigkeit des Umsteuerns. Wer sich rechtzeitig auf eine andere Energieversorgung umstellt, für den werden die Verwerfungen in der Zukunft weniger Probleme bedeuten. Dazu dienen Ökosteuer und das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Doch auch diesmal sind die Begründungen für die Preiserhöhung durch die Avacon interessant. Bisher habe man nur die Kosten weitergegeben, sagt die Geschäftsführung. Aber jetzt müsse man den gestiegenen Betriebskosten Rechnung tragen. Das verstehe, wer will. Außerdem würden Vorlieferer ihre Preise erhöhen. Der wichtigste Vorlieferer von Avacon dürfte der Energiekonzern Eon sein. Es ist bisher nicht bekannt, dass der finanzielle Schwierigkeiten hätte. Die Wirklichkeit dürfte anders aussehen: die Preiserhöhungen werden noch schnell durchgesetzt, weil sie möglich sind. Weil der Wettbewerb auf dem Strommarkt nach wenigen Jahren schon wieder vorbei ist. Und weil es eine Kontrolle der Netzdurchleitung bisher noch nicht gibt. Deshalb kann man nehmen, was man kriegen kann.

Marianne Tritz (MdB) Barnitz


















    diese frameseite ausdrucken    © 2002 by Tritz & Reichelt