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19.05.2004 › EVUs stellen Konsens in Frage |
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In Hannover haben sich Stromkonzerne und CDU zusammengetan, um den Wiedereinstieg in die Atomenergie zu fordern. Die EJZ berichtete über dieses Ereignis. Die CDU kündigte dabei an, im Falle ihrer Mehrheit im Parlament den Ausstiegskonsens rückgängig machen zu wollen. Zu diesem Pro-Atom-Bündnis sind einige Klarstellungen notwendig.
1. Die Erwartung, man könne mit Interessenvertretern der Wirtschaft seriöse verbindliche Verabredungen zugunsten des Allgemeinwohls treffen, sind offensichtlich falsch. Das zeigte sich beim Rückzug der Industrie in Sachen Emissionshandel ebenso wie bei den nicht eingehaltenen Verabredungen über Ausbildungsplätze. Jetzt also auch bei der Atomenergie.
2. Den Neubau von Atomkraftwerken planen die Atommanager in Wirklichkeit nicht. Sie möchten nur die alten abgeschriebenen Anlagen weiterlaufen lassen. Aber wirtschaftlich alte Anlagen sind eben auch technisch alt. Wenn dennoch der Neubau gefordert wird, dann nur in Verbindung mit staatlichen Vergünstigungen für die Atomenergie, über die immer noch bestehenden hinaus. Denn sonst würde sich das nicht lohnen. Das sind nebenbei die gleichen Leute, die gegen die Förderung der erneuerbaren Energieträger sind.
3. Die Behauptung, es gebe keine energiewirtschaftliche Perspektive ohne die Atomenergie, ist nachweisbar falsch. Auch die Atom-propagandisten kennen die Gutachten und Studien, die das Gegenteil belege. Mit den drei Säulen: effiziente Nutzung fossiler Brennstoffe wie Gas, mit erneuerbaren Energiequellen und den ohnehin vorteilhaften Energieeinsparungen lässt sich ein nachhaltiges und sicheres Energieversorgungssystem aufbauen. Gerade erst kam eine Untersuchung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt zu diesem Ergebnis.
Die Gegner des Ausstiegskonsens auf der anderen Seite, unter den Atomkraftgegnern, sollten ihre Haltung zu dieser Vereinbarung prüfen und sich dabei fragen, warum sich die Atomwirtschaft daraus verabschieden möchte wenn darin doch angeblich nur das Geschäftsinteresse der Konzerne bedient wird.
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