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23.04.2004 › Morden im Sudan |
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Zur aktuellen Lage im Sudan erklärt Marianne Tritz, Mitglied im Auswärtigen Ausschuss: Die Internationale Völkergemeinschaft muss sofort und entschlossen handeln, um einen erneuten Völkermord zu stoppen und humanitäre Hilfe zu leisten. Wir fordern die sudanesische Regierung auf, UN-Organisationen uneingeschränkten Zugang in Darfur zu ermöglichen. Das nachsichtige Handeln der EU ist genauso inakzeptabel wie die Weigerung Präsident Bushs, die Regierung in Khartum mit Sanktionen zu belegen. Nur auf massiven Druck von außen werden die sudanesische Regierung und die Rebellengruppen ernsthafte Friedensverhandlungen führen.
10 Jahre nach dem Völkermord in Ruanda spielt sich erneut eine der größten humanitären Katastrophen der Welt ab. 10 Jahre nachdem sich die internationale Völkergemeinschaft ein "Nie wieder!" geschworen hatte, geschieht ein neuer Genozid auf dem afrikanischen Kontinent. Mehr als 10.000 Tote und über 1 Million Flüchtlinge sind das Ergebnis der verbrannten Erde auf die der Militär- und Staatschef al-Baschir setzt. Die von ihm ausgerüsteten Milizen rauben, morden, brandschatzen und vergewaltigen mit Unterstützung der sudanesischen Regierung, die die aufständischen Dörfer bombardiert.
10 Jahre nach Ruanda darf die Volkergemeinschaft jetzt nicht wieder wegschauen.
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