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05.03.2004 › Widerstand gegen A39 |
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Autobahn A39 nicht durchsetzbar
Je konkreter die Planungen werden, umso stärker formiert sich der Widerstand der betroffenen Bürgerinnen und Bürger zur Verhinderung der A39. Nicht nur die Verkehrsexperten der Bundestagsfraktion von Bündnis90/ Die Grünen, sondern auch zahlreiche externe Experten und diverse Gutachten haben sich gegen den Bau dieser neuen Autobahn ausgesprochen.
So kommt die Verkehrsuntersuchung Nordost (VUNO) nach umfangreichen, interdisziplinären Untersuchungen zu einem sehr kritischen Ergebnis. Insbesondere der zuvor von der CDU beschworene wirtschaftliche Nutzen für die Region ist nicht zu erwarten, da die A39 vor allem eine Transitfunktion von Skandinavien nach Südosteuropa erfüllen wird. Dem stehen zahlreiche Eingriffe in die Natur mit gravierenden ökologischen Risiken und Eingriffe in die Wohn- und Lebensqualität der betroffenen Anwohner entgegen. Der zu erwartende Nutzen dieser Autobahn steht deshalb in einem eklatanten Missverhältnis zu den Einschnitten in Natur und Lebensqualität.
Gerade in Zeiten, in denen alle den Gürtel enger schnallen müssen, ist der Einsatz der knappen finanziellen Mittel für teure Autobahnprojekte besonders sorgfältig abzuwägen. Die fetten Jahre sind vorbei. Der Glaube, allein der Bau einer Autobahn durch eine strukturschwache Region führe zwangsläufig zu vermehrter wirtschaftlicher Entwicklung, hat sich längst als Irrweg herausgestellt.
Wir Grünen wollen den Ausbau einer nachhaltigen Verkehrsinfrastruktur fördern, die sowohl für die betroffenen Bürger und Bürgerinnen als auch für Wirtschaft eine Verbesserung erwarten lässt. Diese Kriterien werden bei den Planungen zur A 39 absolut nicht erfüllt. Deshalb lehnen wir den Bau dieser neuen Autobahn ab.
Bereits seit Beginn der Diskussion in den 90er Jahren haben Bündnis 90/Die Grünen darauf hingewiesen, dass der Ausbau der bestehenden B4 eine wesentlich verträglichere und trotzdem verkehrspolitisch sinnvollere Lösung ist. Zudem wäre diese Lösung wesentlich kostengünstiger, schneller und ohne eine Zerstörung der Naturräume um Lüneburg zu realisieren. Diese Einschätzung wird inzwischen nicht nur von den Verkehrsexperten, sondern auch von der Bevölkerung geteilt.
Die A39 ist nur gegen den Widerstand der Bürgerinnen und Bürger in unserer Region durchzusetzen. Es ist politisch unverantwortlich, dieses Projekt ohne einen Beleg für seinen Nutzen weiter voranzutreiben.
Wir wollen Verkehrsplanungen, die im Interesse der Menschen sind. Deshalb unterstütze ich für unsere Region den Ausbau der B4 mit Ortsumgehungen.
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