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13.11.2003 › Bundeswehr-Reform |
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Besser spät als nie, meint die Bundestagsabgeordnete von Bündnis90/Die Grünen, Marianne Tritz, zur Ankündigung von Bundesverteidigungsminister Struck, die Bundeswehr zu verkleinern und die Wehrpflicht zu überprüfen. Beides ist seit vielen Jahren die Position der Grünen. Bisher hatte sich Struck wie sein Vorgänger Scharping und mit ihnen die SPD jedoch auf die Wehrpflicht festgelegt. Mit Strucks Ankündigung hat die längst fällige gründliche Überprüfung begonnen, erklärt Tritz. Die Bundestagsabgeordnete ist Mitglied des Verteidigungsausschusses.
Das Argument für die Wehrpflicht ist ehrenwert. Damit sollte die Gesellschaftsferne der Armee verhindert werden. Doch die Vorstellung von Bundeswehrsoldaten als Söldner ist ungerecht gegenüber den heutigen
Freiwilligen. Gesellschaftsferne ist eine Frage der politischen und der militärischen Führung und Ausbildung, nicht der Wehrpflicht. Es ist gut, dass jetzt der Bundesverteidigungsminister und die SPD einer koalitionsinternen Arbeitsgruppe zugestimmt haben, die über die Wehrform neu nachdenken soll.
Unabhängig davon wird die Strukturreform der Bundeswehr eingeleitet. Sie soll die bisher bestehende Integration der Wehrpflichtigen in den funktionsfähigen Betrieb der Bundeswehr beenden. Künftig würde die Bundeswehr ihre Aufgabe auch ohne die Eingezogenen wahrnehmen können. Diese Ankündigung Strucks ist ein erfreulicher Schritt zu einer wirklichen Bundeswehr-Reform, an deren Ende auch ein wesentlich geringerer personeller Aufwand steht.
Marianne Tritz
Bundestagsabgeordnete - Fraktion Bündnis90/Die Grünen
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