04.11.2003 › Reise - Afrika mit Außenminister Fischer

 

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"Ermutigende Zeichen" von einem krisengeschüttelten Kontinent brachte die Bundestagsabgeordnete von Bündnis90/Die Grünen im Wahlkreis Lüneburg/Lüchow-Dannenberg, Marianne Tritz, von einer fünftägigen Reise mit Bundesaußenminister Joschka Fischer (Bündnis90/Die Grünen) am Wochenende zurück. Nach Gesprächen in Mali, Namibia und Südafrika müsse das Bild von Krisen und Katastrophen, das von Afrika gezeichnet wird, korrigiert werden, meinte die Bundestagsabgeordnete nach ihrer Rückkehr.

Außenminister Fischer würdigte vor allem die Bereitschaft in führenden Ländern des Kontinents, selbst die Verantwortung bei der Lösung von Konflikten zu übernehmen. Als Beispiel nannte Fischer den Einsatz von Friedenstruppen in Liberia. In der neuen Afrikanischen Union gebe es eine Aufbruchstimmung. Tritz war eine von drei Bundestagsabgeordneten, die den Außenminister begleiteten. Die Abgeordnete ist Mitglied des Auswärtigen Ausschusses.

Die deutschen Besucher bedankten sich in Mali bei Präsident Amadou Toumani Touré für die Hilfe bei der Befreiung der Sahara-Geiseln. In allen drei besuchten Ländern stand die wirtschaftliche und soziale Entwicklung im Vordergrund der Gespäche. In Namibia zum Beispiel ging es bei einem Treffen mit Präsident Sam Nujoma um regionale Kooperation. Mit weißen Farmern sprachen die deutschen Besucher über die Landreform in Namibia, mit einer katholischen Hilfsorganisation über das Aids-Problem des Kontinents. In Südafrika nahm die deutsche Delegation an einer Sitzung der "Binationalen Kommission" teil, einer Einrichtung, die beim Besuch des früheren Präsidenten Nelson Mandela in Deutschland gegründet worden war. In sechs Fachkommissionen beschäftigt sie sich in Pretoria mit Entwicklung, Verteidigung, Umwelt, Wirtschaft, Wissenschaft/Forschung und Kultur. Ein Projekt der Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) und des Departements of Community Safety bildet "Peace Keeper" aus, die in den Townships wirken sollen. Die Abgeordneten besuchten dieses Projekt ebenso wie Krankenhäuser, Kindergärten und Stiftungen, die sich der AIDS-Kranken, vor allem der Kinder, annehmen.

















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