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EEG bietet Chancen für den ländlichen Raum
Bei der Öxpo 2003 im wendländischen Grabow haben sich zum vierten Mal die regionalen Pioniere einer nachhaltigen Wirtschaft präsentiert. Die wirtschaftliche Bedeutung dieser Branche geht inzwischen weit über diese Pioniere hinaus. Kein Baumarkt, der nicht ökologische Baustoffe zu bieten hätte. Kein Supermarkt ohne Bioprodukte. Doch diejenigen, die damit heute Geld verdienen, halten sich von der Öxpo fern.
Neben der Landwirtschaft ist die Energiegewinnung aus regenerativen Quellen der wirtschaftlich interessanteste Teil der Nachhaltigkeitsbranche. Der Nutzen einer Energieproduktion aus Biomasse, Wind und Sonne für die Entwicklung des ländlichen Raumes fängt gerade erst an, Früchte zu zeigen. Mit dem neuen Gesetz über Erneuerbare Energien (EEG-Novelle) könnten diese positiven wirtschaftlichen Wirkungen für die regionale Entwicklung noch gesteigert werden. Doch schon machen die Lobbyverbände der Energiewirtschaft mobil. Und auch Wirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD) arbeitet gegen die EEG-Novelle.
Sie behaupten, die Belastungen für den Strompreis wegen der Einspeisevergütung für regenerativen Energien lägen zu hoch, seien eine unzumutbare Belastung für die deutsche Industrie. Lässt man die vorsätzlich falschen Berechnungen der Industrie einmal außen vor, dann gibt es eine maximale Belastung von 0,45 Cent je Kilowattstunde Strom. Nach 2010 würde diese Belastung drastisch sinken, weil viele der heute um Markteinführung ringenden Energietechniken dann eingeführt und marktgängig sind, also keine Förderung mehr brauchen. Auch ohne die großen Zusammenhänge wie dem Klimaschutz und der Verpflichtung zu einem höheren Anteil Erneuerbarer Energien, wie sie die EU-Richtlinie vorschreibt, erscheint die zusätzliche Belastung angesichts des überschaubaren Zeitraums schon aus Gründen der positiven Wirkungen auf die Regionalentwicklung vertretbar. Kaum eine andere Entwicklung des vergangen Jahrzehnts hat dem ländlichen Raum eine solche Aussicht auf ein neues wirtschaftliches Standbein eröffnet wie die Möglichkeit, seine Biomasse aus Land- und Waldwirtschaft wirtschaftlich für die Stromproduktion nutzen zu können, den Wind und die Sonne vergütet zu bekommen. Das Gesetz über die Erneuerbaren Energien (EEG) ist ein Fördergesetz für den ländlichen Raum. Er sollte sich diese Chance nicht von den großen Stromproduzenten nehmen lassen.
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