18.06.2003 › Agrarpolitik ohne Subventionen? Weg von Quantität zu Qualität!

 

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Marianne Tritz in der Landeszeitung Lüneburg:

Frage der Woche der Landeszeitung Lüneburg, 18. Jun 2003:

Die milliardenschweren Beihilfen für die Landwirtschaft in der Europäischen Union sind seit Jahrzehnten umstritten. Auch wenn jetzt Reformen angegangen werden, bleibt es bei hohen Kosten. Fast alle EU-Staaten müssen angesichts der Wirtschaftskrise sparen, haben dabei auch Subventionen im Visier. Ist eine Agrarpolitik ganz ohne Subventionen denkbar ?

Nein, ohne Subventionen geht es derzeit nicht. Es stellt sich allerdings die Frage, was fördern wir in der Zukunft. Unser Ziel als Grüne ist eine Subventionspolitik in der Landwirtschaft, die sozial und ökologisch ausgewogen ist.

Wenn wir in Europa die vielfältigen Kulturlandschaften erhalten wollen, brauchen wir Landwirte die vor allem auch Naturschutz betreiben. Die Kosten für die von ihnen für das Gemeinwohl übernommenen landschaftspflegerischen Aufgaben, müssen von der Gesellschaft getragen werden.

Derzeit setzt sich Renate Künast bei den laufenden Verhandlungen zur EU-Agrarreform dafür ein, dass eine Umverteilung von einer Produktprämie auf eine Flächenprämie erfolgt. Damit sollen künftig weniger einzelne landwirtschaftliche Produkte wie Getreide, Fleisch oder Milch gefördert werden. Vielmehr sollen der ländliche Raum sowie Landschaft- und Umweltschutz gestärkt und Arbeitsplätze in strukturschwachen Gebieten gesichert werden.

Gleichzeitig besteht angesichts der schwierigen Haushaltslage die Notwendigkeit zu sparen. Aus diesem Grund setzt sich Deutschland dafür ein, Subventionen nicht auszuweiten, sondern die vorhandenen Mittel umzusteuern weg von Quantität zu mehr Qualität.




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