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05.06.2003 › Ausbildungsplatzabgabe: Lasten gerecht verteilen - neue Ausbildungsplätze schaffen |
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Die Lage auf dem Ausbildungsmarkt ist besorgniserregend - voraussichtlich werden bis zu Beginn des neuen Ausbildungsjahres 160.000 Lehrstellen fehlen. Heftig diskutiert wird eine Ausbildungsplatz - Abgabe für Betriebe, die nicht ausbilden. Schafft man es so, die Ausbildungsbereitschaft zu erhöhen, oder ist sie nur ein weiterer bürokratischer und kostspieliger Hemmschuh?
Die Lage auf dem Ausbildungsmarkt ist desolat.
Die Verantwortung für die berufliche Ausbildung junger Menschen liegt vor allem bei den Unternehmen. Trotz gegenteiliger Versprechungen in den vergangenen Jahren haben sich diese zunehmend aus ihrer Verantwortung zurückgezogen. Nur noch ein Drittel der Unternehmen trägt- gemeinsam mit dem Staat - die gesamten Lasten für die berufliche Ausbildung. Die finanziellen Aufwendungen des Staates sind kontinuierlich gestiegen.
Diese verheerende Entwicklung muss endlich gebremst werden. Es ist im ureigenen Interesse der Wirtschaft, jetzt die Wissens - und Bildungsressourcen aufzubauen, die wir langfristig brauchen und die heute schon fehlen. Die Zeit für leere Versprechen ist jedoch nun vorbei. Die Wirtschaft hat Zeit bis zum Herbst ein eigenes, umsetzungsfähiges Konzept vorzulegen, um den Ausbildungsmangel zu beheben. Sollte sie dazu nicht in der Lage sein, werden wir eine gesetzliche Regelung umsetzen, die darauf zielt, die Lasten gerecht zu verteilen und neue betriebliche Ausbildungsplätze zu schaffen. Unternehmen, die nicht oder zuwenig ausbilden, müssten sich dann nach ihrer Leistungsfähigkeit an den Ausbildungsleistungen beteiligen. Das würde zwangsläufig ein gewisses Maß an Bürokratie erfordern. Wir hoffen, dass den Worten der Wirtschaft jetzt Taten folgen.
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