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27.05.2003 › Finanziert Europas Volkswirtschaft den Irakkrieg? |
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Der Euro setzt zur Unzeit zum Höhenflug an. Exporte verteuern sich, die Deflationsgefahr wächst. Die US - Regierung hat sich von der Politik des "starken Dollar" verabschiedet, um die amerikanischen Exportchancen zu erhöhen. Was kann Europa dagegen tun, dass seine Volkswirtschaften unfreiwillig zur Finanzierung der Kriegskosten im Irak beitragen?
In Bezug auf den Irak ist das eine konstruierte Kausalkette, die ziemlich an den Haaren herbeigezogen ist.
Diese Frage unterstellt, dass die US-Regierung bewusst und zeitgenau den Höhenflug des Euro steuern würde. Aber Währungsschwankungen ergeben sich durch sehr komplexe Vorgänge auf den Devisenmärkten. Keiner Regierung ist es bislang gelungen, diese Prozesse zielgenau zu steuern.
Vor - und Nachteile ergeben sich für die jeweiligen Staaten, je nachdem welche Seite der Medaille betrachtet wird. Exporte in die USA können teurer, Importe nach Deutschland - wie z.B. Rohöl und andere wirtschaftlich wichtige Rohstoffe billiger werden.
Die Euroaufwertung stärkt die Tendenz zur Deflation. Jedoch nicht, weil die USA dies intendieren, sondern weil der € gut im Kurs steht. Aufgrund des Stabilitätspaktes in Europa und der strengen Haushaltspolitik ist der Spielraum für die europäischen Staaten sehr eng, effektive Gegenmaßnahmen für die Währungsmärkte einzuleiten.
Wir müssen in Deutschland und Europa unsere eigenen Hausaufgaben machen und noch viele Weichen für mehr wirtschaftliche Stabilität stellen. Deshalb müssen wir die geplanten Reformen entschlossen umsetzen.
Die rot-grüne Bundesregierung war immer gegen den Krieg im Irak. Wir sind aber sehr dafür, dass jetzt ein Neuanfang im Irak ermöglicht und der Wiederaufbau vorangetrieben wird.
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