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07.05.2003 › Industriepflanzen - Eine komplett saubere Lösung gibt es nicht |
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Wer hätte sich das träumen lassen? Ein Bundeskanzler, ein VW-Chef, ein Shell-Chef, alle zusammen propagieren den Einsatz synthetischer Treibstoffe. Wobei die EJZ-Meldung nur einen Teil erwähnt, Treibstoffe auf Wasserstoffbasis, Synfuel, der von Shell in Malaysia hergestellt wird. Eine zweite Entwicklungsschiene, an der die Beteiligten arbeiten, kommt in dem Bericht gar nicht vor: Sunfuel, Treibstoffe auf Biomassebasis. Dazu können nachwachsende Rohstoffe, aber auch Holzabfälle und andere Rohmaterialien verwendet werden. Damit ist nicht Biodiesel gemeint, sondern eine Wassserstoffgewinnung aus Biomasse. VW arbeitet daran mit Unterstützung der Bundesregierung.
So weit die gute Nachricht. Besonders für ländliche Regionen, in denen die Rohstoffe für diesen Treibstoff wachsen und gedeihen sollen. Die dort eines Tages auch verarbeitet werden könnten. Aber es gibt auch eine schlechte Seite dieser Entwicklung. Auf die weist das Umweltbundesamt hin. Zwar belasten Synfuel und Sunfuel die Luft weit weniger als herkömmliches Benzin oder Diesel. Aber die Ökobilanz insgesamt ist nicht günstig. Der Energieeinsatz für den Anbau der Pflanzen und die Gewinnung des Treibstoffs ist hoch. Von anderen Belastungen durch einen Anbau von Industriepflanzen gar nicht zu reden. Es ist wie meistens: man muss sich entscheiden, ob der eine Vorteil die anderen Nachteile aufwiegt. Eine komplett saubere Lösung gibt es nicht. Trotzdem ist es gut, dass gesucht wird.
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