24.01.2003 › Kündigungsschutz - Debatte über Einstellungshemmnisse muss sachlich bleiben

 

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Marianne Tritz in der Landeszeitung Lüneburg:

24.01.2003

Ist der gesetzliche Kündigungsschutz ein sozialer Luxus, den sich Deutschland nicht mehr leisten kann?

Wir brauchen jetzt eine sachliche Debatte darüber, wie Einstellungshemmnisse in Deutschland beiseite geräumt werden können. Wir sollten die verschiedenen Vorschläge in Ruhe diskutieren und Konzepte präzisieren, statt das Thema Kündigungsschutz generell zum Tabu zu erklären.

Wir stehen für unbürokratische Lösungen, die notwendige Flexibilisierungen mit hinreichender sozialer Sicherheit für die Beschäftigten verbinden. Ein Ziel muss es sein, auch die psychologischen Beschäftigungsbarrieren bei kleinen Betrieben zu überwinden, ohne den Kündigungsschutz über Bord zu werfen, denn er hat sich grundsätzlich bewährt. Es müssen auch einfache und transparente Lösungen sein, die keine zusätzliche Bürokratie aufbauen. Eine intelligente Kombination zwischen befristeten Abfindungsregelungen und Beibehaltung der Kündigungsschwelle lohnt sich genauso zu überprüfen, wie Vorschläge, die eine stufenweise Regelung vorsehen.

Wichtig ist, dass es zu zusätzlichen Einstellungen kommt. Die Veränderungen des Kündigungsschutzes alleine schaffen keine neuen Arbeitsplätze. Es kommt darauf an, die Betriebe zu zusätzlichen Einstellungen zu veranlassen, ohne generell den sozialen Schutz aufzuweichen.




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