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Partnerschaftsinitiative der Bundesregierung für die von der Flutkatastrophe betroffenen Länder |
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Die Partnerschaftsinitiative - private Hilfe und staatliche Entwicklungszusammenarbeit ergänzen sich
Die Flutkatastrophe in Süd- und Südostasien hat zu einer so noch nie da gewesenen Welle der Hilfsbereitschaft geführt. Dadurch konnte auf die unmittelbare Not schnell reagiert werden. Der Wiederaufbau und die nachhaltige Entwicklung in der Region werden jetzt umso wichtiger.
Der Bedarf ist groß. Daher hat die Bundesregierung staatliche Entwicklungshilfe in Höhe von 500 Mio € für die nächsten drei bis fünf Jahre bereitgestellt. Darüber hinaus soll mit der von Bundeskanzler Schröder angeregten Partnerschaftsinitiative sichergestellt werden, dass die außerordentliche Hilfsbereitschaft von Bürgerinnen und Bürgern, Vereinen, Unternehmen, Kommunen und Bundesländern den Bedürfnissen der Menschen in der Krisenregion möglichst gerecht wird, dass nachhaltige Hilfe geleistet wird und dass, wo immer möglich, langfristige Partnerschaften entstehen können. Aus zügig begonnener Hilfe sollen langfristige Partnerschaften erwachsen.
Für die Partnerschaftsinitiative gilt das Prinzip der Subsidiarität - Die Bundesregierung bietet Unterstützungsleistungen, insbesondere Beratung bei der Vermittlung von Partnerschaften an, sofern nicht eigene Kontakte zum gewünschten Ziel führen.
Einbindung aller relevanten Partner
Der Mitte Januar geschaffene interministerielle Ausschuss Partnerschaftsinitiative ist das politische Leitungsgremium, in dem Bund, Länder und Kommunen zusammenwirken. Auf der Arbeitsebene wurde ein interministerieller Arbeitsstab im Auswärtigen Amt eingerichtet, der aus Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Auswärtigen Amts (AA), des Bundesministeriums für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), anderer Bundesministerien und der Kommunalen Servicestelle-Partnerschaftsinitiative besteht. Zu seinen Aufgaben gehört die sachgerechte Beratung bei der Vermittlung von Projekten und Partnerschaften für den Wiederaufbau in den betroffenen Gebieten.
Die deutschen Auslandsvertretungen in den Ländern der betroffenen Region sind in diesen Prozess eingebunden und gebeten worden, geeignete und konkrete Projekte zu identifizieren. Dabei arbeiten sie mit den in den jeweiligen Ländern tätigen deutschen Hilfs- und Entwicklungsorganisationen zusammen.
Wer bietet die Beratung an?
Anlaufstelle für Hilfs- und Partnerschaftsangebote aller Art in Deutschland ist die vom BMZ bei InWEnt in Bonn eingerichtete Kommunale Servicestelle-Partnerschaftsinitiative.
Bereits jetzt verfügt die Servicestelle über eine umfangreiche Datei mit Angeboten verschiedenster Art, die auf Vermittlungsmöglichkeiten geprüft werden. Sie hält engen Kontakt mit den großen deutschen Hilfsorganisationen, arbeitet mit den kommunalen Spitzenverbänden sowie den Nichtregierungsorganisationen der Entwicklungszusammenarbeit zusammen und hält über die Regionalen Zentren von InWEnt engen Kontakt zu den jeweiligen Bundesländen.
Hotline: Tel. 0228-24 34 600, Fax: 0228-24 34 601, Email: partnerschaften@inwent.org / internet: www.inwent.org/partnerschaften.
Die Hotline ist von Montag bis Freitag in der Zeit von 08:00 - 20:00 Uhr zu erreichen.
Länderspezifische Anfragen können an das Auswärtige Amt, Arbeitsstab Partnerschaftsinitiative (AS-PI), Tel. 030-5000-1581 oder -3288 gerichtet werden. Informationen finden Sie auch im internet unter http://www.auswaertiges-amt.de.
Allgemeine Hinweise:
- Der Bedarf für Hilfe und die Möglichkeiten für Partnerschaften können zur Zeit in vielen Fällen noch nicht konkret bestimmt werden. Nachhaltige Projekte bedürfen guter Vorarbeit; ein gewisses Maß an Geduld ist daher nötig.
- Ortskenntnisse helfen. Zahlreiche deutsche Hilfs- und Entwicklungsorganisationen haben Erfahrungen in der Region. Beiträge zu Projekten, die von diesen Organisationen durchgeführt werden, sind sinnvoll und willkommen und sollten bei der Kommunalen Servicestelle-Partnerschaftsinitiative gemeldet werden.
- Die Kommunale Servicestelle-Partnerschaftsinitiative prüft und unterstützt insbesondere die Bündelung einzelner Projekte, in dem sie Schulen, Kommunen, Nichtregierungsorganisationen und Wirtschaft vernetzt, um nachhaltige Partnerschaften durch mehrere Akteure langfristig abzusichern.
- Auf politische Sensibilitäten achten: generell sollte darauf geachtet werden, dass die Hilfe und Partnerschaften nicht politisch missbraucht werden können. Dies gilt insbesondere in Teilen Sri Lankas und Indonesiens. Die Servicestelle und/oder das Auswärtige Amt beraten hier gern. Dies gilt u.U. auch für besondere Bedingungen, die von den verschiedenen Regierungen und Behörden an Hilfeleistungen und Partnerschaften gestellt werden.
- Aufgrund der logistischen Probleme beim Transport über lange Strecken und der Organisation der Verteilung sollte von Sachspenden abgesehen werden.
- Reisen bildet, aber ... in der gegenwärtigen Situation, in der die Länder selbst und viele engagierte Helfer vor Ort alle Hände voll zu haben, ist Zurückhaltung angebracht. Reine Urlaubsreisen in nicht von der Flut betroffene Gebiete können aber unternommen werden.
- Damit Hilfe auch bei den Richtigen ankommt: Ob eine Organisation seriös ist, können Sie in kritischen Fällen bei der Servicestelle oder dem interministeriellen Arbeitsstab Partnerschaftsinitiative erfahren. Darüber hinaus erteilt das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen/DZI (http://www.dzi.de) hierzu Auskünfte.
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