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Antrag der Fraktionen – Genfer Initiative unterstützen |
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Antrag der Fraktionen SPD, CDU/CSU, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und FDP
Road Map wieder beleben – Genfer Initiative unterstützen ›
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Der Bundestag wolle beschließen:
Der Deutsche Bundestag bekräftigt erneut das Existenzrecht Israels. Dazu gehört das Recht seiner Bürger, in sicheren Grenzen frei von Angst, Terror und Gewalt zu leben. Dieses Recht ist für uns elementarer Bestandteil der Solidarität und Freundschaft mit Israel. Der Deutsche Bundestag verurteilt mit allem Nachdruck die Terroranschläge gegen Männer, Frauen und Kinder in Israel. Sie lassen sich in keiner Weise rechtfertigen und müssen unbedingt gestoppt werden.
Israel hat das Recht, seine Bürger vor Terroranschlägen und Bedrohung zu schützen. Aber es muss dabei alle Anstrengungen unternehmen, um Opfer unter der palästinensischen Zivilbevölkerung zu vermeiden. Die einschlägigen Bestimmungen des internationalen Rechts sind einzuhalten. Israel wird aufgefordert,
den Bau von Siedlungen einzustellen, die nach März 2001 errichteten Siedlungen aufzulösen, die täglichen Behinderungen gegenüber der palästinensischen Zivilbevölkerung aufzuheben und dem Ergebnis von abschließenden Verhandlungen nicht mit der Errichtung von Mauern und Zäunen jenseits der
Grünen Linie vorzugreifen.
Der Deutsche Bundestag erkennt das legitime Recht der Palästinenser an, in einem demokratischen Staat, der in Frieden und Freiheit Seite an Seite mit Israel existiert, zu leben. Die Existenz zweier lebensfähiger Staaten, verbunden in gemeinsamer Sicherheit, eingebunden in einen regionalen Frieden und
garantiert durch die internationale Gemeinschaft ist ein zentrales Element auf dem Weg zu einem friedlichen Zusammenleben beider Völker. Der Deutsche Bundestag begrüßt Initiativen von Israelis und Palästinensern, die konkrete Vorschläge für eine Friedensregelung beinhalten. Er begrüßt insbesondere die Genfer Initiative. In der Genfer Initiative wurden detaillierte Vorschläge zur Lösung der wichtigsten Streitpunkte vorgelegt. Beiden Seiten werden Kompromisse abverlangt, aber auch langfristige Entwicklungsperspektiven geboten.
Die Genfer Initiative ist kein Gegenentwurf zur Roadmap, vielmehr ergänzt sie diese um eine konkrete Perspektive. Der Deutsche Bundestag begrüßt die positiven Stellungnahmen von verschiedenen Regierungsmitgliedern, die im Quartett mitarbeiten, und hofft, dass die Genfer Friedensinitiative einen Beitrag zur Wiederbelebung des Roadmap-Prozesses leistet.
Für einen stabilen und dauerhaften Frieden im Nahen Osten ist auch die aktive Mitwirkung der Nachbarn am Friedensprozess notwendig. Vor allem Iran und Syrien müssen eine konstruktivere Rolle einnehmen und konsequent die Unterstützung terroristischer Gruppen beenden. Der Deutsche Bundestag hofft, dass
die Arabische Liga den Beschluss des Beiruter Gipfels aus dem Jahr 2002 zu einem umfassenden Frieden mit Israel bekräftigt und sich darüber hinaus positiv auf die Genfer Initiative bezieht.
Den USA kommt eine besondere Verantwortung für den Nahost-Friedensprozess zu. Ohne ihr entschlossenes Eintreten wird dieser Prozess nicht gelingen. Erfolgreiche Bemühungen um eine dauerhafte und gerechte Friedensregelung im Nahen Osten erfordern eine möglichst große Geschlossenheit des Quartetts. Dies bleibt weiterhin eine zentrale Aufgabe der deutschen und der gemeinsamen
europäischen Außenpolitik.
Berlin, den 28. Januar 2004
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