31.07.2005 › Grill lenkt von seiner Verantwortung für Gorleben ab

 

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Bundesumweltminister Jürgen Trittin will überhaupt kein Endlager für atomare Abfälle, behauptet Kurt-Dieter Grill in der EJZ. Andere Leute sind vom genauen Gegenteil überzeugt. Ihrer Ansicht nach will Trittin sowieso nichts anderes als ein Endlager in Gorleben. So biegt sich jeder die Wirklichkeit nach eigenem Interesse zurecht. Vielleicht einigen sich die politischen Gegner von Jürgen Trittin einmal darauf, was sie ihm denn nun vorwerfen wollen. Tatsache ist, dass Trittin den kabinettsreifen Entwurf eines Endlagersuchgesetzes vorgelegt. hat.

Spät, gewiss. Aber ohne eine ausreichende politische Unterstützung wäre eine vorzeitige Veröffentlichung ohnehin nur für den Papierkorb gewesen. Der Entwurf ist mehr, als alle Vorgängerregierungen an verantwortungsbewusstem Handeln zustande gebracht haben. Noch nie wurde in Deutschland die Suche nach einem Lager für die hochradioaktiven Hinterlassenschaften der Atomstomproduktion nach öffentlich beratenen, vom Wissenschaftsverstand nahezu einvernehmlich erarbeiteten Kriterien nach offen liegenden Regeln und einem gesetzlich verankerten Verfahren in die Wege geleitet. CDU und FDP verweigern sich einem solchen sozialverträglichen Vorgehen bis heute und propagieren stattdessen Niedersachsen als offenes Scheunentor für den Atommüll aller Länder. Dass Kurt-Dieter Grill davon und von seiner Verantwortung für den Standort Gorleben ablenken möchte, ist nur zu verständlich.

Marianne Tritz, MdB Damnatz, d. 31.07.2005

















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